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In den Kurzurlaub zur Winterzeit nach Stockholm

Reisebericht von Eberhard Krieger

Auch während eines kurzen Aufenthalts in Stockholm lässt sich viel erleben. Das beweist Eberhard Krieger in seinem Reisebericht. Ob Sightseeing-Tour oder Weihnachtsmarkt, ob Ausflug zum Reichstag oder zum Flohmarkt, ein langes Wochenende kann in Stockholm auch bei einem Kurztrip zu einem großen Urlaub werden. Dieser Reisebericht enthält viele interessante Reisetipps für den Kurzbesuch in Stockholm.

Garde in Stockholm

Freitag: Eine erste Tour durch die Stockholmer Innenstadt

"Aufstehen vor dem Aufstehen” hieß es für uns heute Früh. Pünktlich um 06:45 hob unser Germanwingsflug nach Stockholm in Hamburg ab. Mit dem “Flygbuss” waren wir von Arlanda aus bereits um 09:45 Uhr in der Stockholmer Innenstadt.

Ein kleines Frühstück brachte dort den nötigen Schwung – und nun haben wir, nach kurzem Stopp bei Kapp-Ahl und Rabalder wegen der vielen Sonderofferten des sog. “Schwarzen Freitags” in unserem Wochenendhotel Hellsten in der Luntmakaregatan – in der Nähe des Sveavägen – eingecheckt. 

Bis zu Sergels Torg und der Einkaufsstraße Drottninggatan sind es von hier aus nur etwa 15 Minuten Fußweg. Gleich werden wir uns wieder auf den Weg machen und sind gespannt, was uns heute noch alles begegnen wird.

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt in Stockholm.

Vom Reichstag zum Weihnachtsmarkt

Nach der kurzen Verschnaufpause im Hotel ging es wieder auf „Piste“: Über den Sveavägen zur Drottninggatan, der dezent weihnachtlich geschmückten Fußgänger-Einkaufsstraße, gut gefüllt mit Prozentjägern des “Black Friday” aus aller Herren Länder. Soviel gesprochenes deutsch habe ich bisher in Stockholm noch nie gehört.

Vorbei am Riksdag (Reichstag) und Storkyrkan (Dom) ging es nun auf den Weihnachtsmarkt auf dem Stortorget in Gammla Stan. Nett und gemütlich – aber sehr klein und „übersichtlich“. In der Väster Långgatan war mehr los, aber von Vorweihnachtszeit wenig zu spüren.

Die Kaffeepause im historischen Kellergewölbe des Art Cafe mit leckerem Blåbärpaj mit Vanillesoße tat gut. Über Slussen ging es anschließend weiter nach Södermalm mit Rundgang durch die Saluhallen am Medborgareplatsen und über Folkungsgatan und Katrinevägen mit tollem Blick auf die Fährschiffe im Strömmen wieder zurück zur Gamla Stan.

Die tolle Atmosphäre hier hat es uns immer wieder angetan. Mit der Tunnelban (U-Bahn) haben wir unseren Heimweg von T-Centralen bis zur Rådmansgatan verkürzt. Über die „Rehnsgata“ – vom Namen her ideal für eine schwedische Filiale der Ferienhausvermittlung – sind es nur noch ein paar Schritte bis zum Hellsten, wo wir heute wohl ziemlich schnell ins „Koma“ fallen werden.

Samstag: Ausflug zum Weihnachtsmarkt und Adventskonzert

Die gute Nachricht zuerst: es hat nicht ununterbrochen geregnet! Nach ausgezeichnetem Frühstück im Hellsten ging es für uns heute zunächst über die Birger Jarlsgatan und Stureplan Richtung Östermalm. Ein Besuch in der Sture Galerian mit ihren vielen kleinen Butiken durfte natürlich nicht fehlen, ehe wir in der imposanten Saluhallen am Östermalmstorget schließlich den heiß begehrten Julschinken ergattern konnten. Gute drei Kilo schwer, bereits vorgekocht, muss er dann nach Spezialrezept mit süßem Senf bestrichen zum Fest nur noch mal in den Backofen. Bei dem Gedanken läuft mir schon jetzt das Wasser im Mund zusammen.

Berzelipark mit Elchbeleuchtung

Elchbeleuchtung, Berzelipark

Mit dem nun „schwergewichtigen“ Rucksack ging es anschließend die Nybrogatan hinunter, quer durch den Berzelipark mit adventlicher Lichterelchparade zum Kungsträdgården und über Strömbron Richtung Königliches Schloss, wo, wie auf Bestellung, die Wachgarde auf dem Weg zur Ablösung unseren Weg kreuzte – im Schlosshof später beobachtet von „gefühlt“ tausend Königshausfans.

Unser Ziel war jedoch Storkyrkan, wo es vor dem phantastischen Adventskonzert, u.a. mit Auszügen aus Händels Messias, noch Gelegenheit gab, die Weihnachtskrippe mit der hochschwangeren Maria zu fotografieren. Erst am Heiligen Abend wird dann das Tor zum Stall mit der Krippe geöffnet, verriet mir ein Mitarbeiter der Domkirche, in der übrigens auch die Trauung von Kronprinzessin Victoria und die Krönung von König Karl Gustaf stattfanden.

Das zeitlich etwas länger dauernde Konzert ließ uns dann den Besuch in Skansen nochmals verschieben – dort schließt der Weihnachtsmarkt leider bereits um 16 Uhr! Stattdessen gab es Kaffee, Prinzesstorta und Lyssekatter in Gamla Stan und bis zum Ladenschluss um 18 Uhr noch diverse Besuche in kleineren und größeren weihnachtlich dekorierten Butiken mit dem Kauf einiger Julpräsente. Auf dem Heimweg zum Hotel beschlossen wir den Tag dann recht unschwedisch - in einer spanischen Tapasbar bei Rotwein, gegrillten Pimientos und Gambas al ajillo. Das war lecker!

Sonntag: Der Flohmarkt und die tanzenden Kinder

Ausgeschlafen und gut gestärkt am Frukostbuffet im Hellsten haben wir uns gegen 10:30 Uhr auf den kurzen Fußweg zum Flohmarkt auf dem Hötorget gemacht. Kaum draußen setzte der Regen erneut ein. Auf dem Högtorget waren wetterbedingt heute nur wenig Flohmarkstände. Die Daheimgebliebenen hatten gut daran getan: plötzlich aufkommende heftige Windböen deckten so manchen Stand komplett ab und die Bedachung erhob sich in die Luft. Mit dem Kauf eines lang ersehnten Polyphons hat es aber trotzdem geklappt und ein Weihnachtswunsch ist schon in Erfüllung gegangen.

Weihnachtsbaum in Nordiska Kompaniet

Weihnachtsbaum, Nordiska Kompaniet

Zurück ins Hotel, den Einkauf in Sicherheit bringen und dann wieder los. Noch kurz ins NK-Kaufhaus (Nordiska Kompaniet) um den festlichen Weihnachtsbaum zu bestaunen und die Warteschlange verzückter Eltern, die ihre Kleinen dem leibhaftigen Nikolaus vorführen wollten – dann war es endlich soweit: rein in den Spårvagn (Straßenbahn) der Linie 7 Richtung Djurgården, die direkt vor dem Haupteingang des bereits 1891 gegründeten und damit ältesten Freilichtmuseums der Welt hält.

Inzwischen hatte sich auch das Wetter beruhigt und wir konnten “unbeschirmt” die vielen Eindrücke auf dem Markt mit seinen urigen Weihnachtsbuden aufnehmen und genießen: viele Verkäufer in Tracht, fröhlich um den Weihnachtsbaum tanzende Kinder mit ihren Eltern und auch eine schwedische “Antje” zeigte sich gut gelaunt. Nur der Schnee fehlte zur richtigen Weihnachtstimmung - der Film von der Internetseite Skansens kann jedoch einen kleinen Eindruck vermitteln, wie es dann dort aussieht: http://www.skansen.se/sv/aktivitet/skansens-julmarknad

Und zu guter Letzt haben wir uns dann noch mit der schwedischen Küche versöhnt: zum Abschluss gab es im Restaurant Solliden in Skansen die berühmten Köttbullar mit Potatismos und Lingon – ich glaube, dass isst man in Schweden drei Mal die Woche.

Mit der Tram anschließend zurück zum Norrmalmstorg, kurzer Fußmarsch zur T-Centralen und noch mal zum Hotel, das Gepäck abholen. Dann wieder zurück zur T-Centralen und Fußmarsch zum Terminal des Arlanda Expresses, der uns in 20 minütiger Fahrt mit über 200 km/h zum Flugplatz gebracht hat. Und jetzt dürfen wir hier noch ein bisschen auf den Abflug warten: statt um 20:00 Uhr soll es jetzt erst um 21:00 Uhr losgehen. Hoffentlich bleibt es dabei.

Ja – und dann ist schon wieder Montag – und wir könnten gut ein geruhsames Wochenende gebrauchen. Aber unseren Stockholm-Besuch wollen wir auf keinen Fall missen. Und wann fahren Sie?

Essen, Shoppen und Sehenswürdigkeiten - Reisetipps für Stockholm

KappAhl – Die modische Seite von Stockholm

Wenn es um den Einkauf von Mode geht, dann ist in Stockholm das Modehaus KappAhl ein gerne gesehenes Ausflugsziel. Auch Touristen in Stockholm statten sich dort gerne mit dem modischen Reisebedarf aus. KappAhl ist einerseits als Ladengeschäft, aber auch als Onlineshop bekannt.

Rabalder – modisch durch Stockholm

Rabalder ist ein weiteres Mode-Kaufhaus in Stockholm. Es liegt an der Regeringsgaten-Straße in der Stockholmer Innenstadt. Während einer Sightseeing-Tour durch Stockholm gönnen sich nicht wenige Touristen auch einen Ausflug in dieses exklusive Modehaus.

Sergels Torg – Ein Marktplatz in Stockhom

Der Stockholmer Marktplatz Sergels Torg wurde nach dem Stockholmer Bildhauer Johan Tobias Sergel benannt. Das große Alleinstellungsmerkmal dieses Platzes ist der ungewöhnliche Kreisverkehr in Gesalt einer Superellipse, die im Jahre 1959 vom dänischen Mathematiker Edvin Öhrström entworfen worden war. In der Mitte des Platzes liegt die 37 Meter hohe Glassäule Kristall-vertikal accent, die auch schlicht als der Pinnen ( = der „Stock“) bezeichnet wird. Im Norden des Platzes befinden sich die „fünf Trompetenstöße“, fünf Hochhäuser mit 19 Stockwerken und einer Höhe von 72 Metern.

Die Einkaufsstraße Drottninggatan

Vielfältige Geschäfte und Sehenswürdigkeiten befinden sich an der Stockholmer Einkaufsstraße Drottninggatan. Sehr sehenswert ist hier das Skandia-Theater, aber auch das Nordische Museum sollte ein jeder Tourist einmal besucht haben. Auch die Skulptur Norrmalm ist sicherlich mehr als nur einen Blick wert!

Riksdag – Das Reichstagsgebäude von Stockholm

Das Stockholmer Reichstagsgebäude stammt aus dem Jahr 1905 und wurde vom Architekten Aron Johansson entworfen. Der letzte große Umbau wurde im Jahr 1983 fertiggestellt. Interessante steinerne Figuren zieren die äußere Fassade des Reichstags. Auch ohne tiefergehende Kenntnisse in der schwedischen Politik ist es immer wieder interessant, den „Riksdag“ zu besuchen.

Storkyrkan – Schwedens große Kirche

Stolz erhebt sich der große Kirchturm der Storkyrkan hervor, der von vielen Straßen aus in Stockholm zu sehen ist. Der offizielle Name der Storkyrkan ist „Nikolai Kyrka“,  die bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut worden ist. Größere Umbauten fanden im 14. und im 15. Jahrundert statt. Heute gilt die Nikolaikirche als Domkirche, nachdem im Jahre 1942 die Diözese Stockholm gebildet worden ist.

Das Art-Café – Sehenswürdigkeit und leckerer Imbiss

Hohe Steinstufen führen in das wunderbare Gewölbe des Art Cafés in Stockholm. Bilder und Kunstwerke sind ein Genuss für die Sinne. Doch auch die kulinarischen Genüse sind nicht zu unterschätzen. Wer hausgemachten Apfelkuchen liebt oder ein köstliches Gemüse-Quiche, dem wird der Besuch im Art-Café sicherlich munden.

Faszinierende Schifffahrt auf Stockholms Strömmen

Auf Stockholms Strömmen ist stets ein reges Treiben zu beobachten. Ein nicht unerheblicher Teil des Verkehrs in Stockholm wird über die Schifffahrt abgewickelt. Das Gebiet ist formal nicht definiert, erstreckt sich aber vom Königspalast bis zur Burg Quay im Osten und bis zur Jakobs-Kirche. Auch Fischerei wird am Strömmen betrieben.

Östermalms Saluhall

Die Markthalle Östermalmshalle wurde im Jahre 1888 eröffnet und liegt im südwestlichen Teil des Östermaltorg in Stockholm. In Östermalms Saluhall werden auf 3000 Quadratmetern verschiedene Delikatessen und Lebensmittel angeboten. Kasper Salin und Isak Gustaf Clason waren die Architekten der Markthalle. Östermalms Saluhall gilt als Baudenkmal, ohne unter Denkmalschutz zu stehen.

Der Königsgarten von Stockholm

Der Kungsträdgården liegt im Stadtteil Norrmalm und definiert sich heute als öffentlicher Park. Der Schlossgarten wurde für das 1643 errichtete Schloss Makalös angelegt. Schon in den Liedern des Barden Carl Michael Bellman wurde der Königsgarten im 18. Jahrhundert besungen. Heute befinden sich im Schlossgarten verschiedene Restaurants und Kaffees, sowie eine bunte Vielfalt an Sitzgelegenheiten, öffentliche Schachspiele und Wasseranlagen.

Das Stockholmer Königsschloss

Das königliche Schloss liegt im Zentrum der Stadt Stockholm. Das Stockholmer Schloss wurde bis zum Jahre 1750 erbaut und gilt als eines der bemerkenswertesten Bauten des Barocks von Skandinavien. Im Zentrum des Schlosses liegt der quadratische Schlosshof, das Bauwerk besteht aus vier Flügeln. Die Büros des Königs Carl XVI Gustaf befinden sich heute noch in diesem Schloss.Auch zu zeremoniellen und repräsentativen Zwecken erfüllt das Schloss bis heute seinen Zweck.

Bunte Einkaufsvielfalt im Nordiska Kompaniet

Wer beim Kurztrip in Stockholm eine Shopping-Tour machen möchte, sollte auf einen Besuch im Nordiska Kompaniet nicht verzichten. Das große Kaufhaus liegt am Hamngatan 18 und bietet nicht nur Artikel für den täglichen Bedarf, sondern auch Mode und viele interessante Geschenkartikel an.

Ausflugsziel Djurgården

Nein, auch wenn „Djurgården“ wörtlich übersetzt „Tiergarten“ bedeutet, die bewaldete Insel in Stockholm definiert sich nicht primär als Zoo. Sie hat aber viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. So liegen etwa das Vasa-Museum und das Nordische Museum auf Djurgården. Sehr interessant ist auch das Luftschloss Rosendals slott, das vor allem mit seinem öffentlichen Park zu glänzen weiß.

Guten Appetit im Restaurant Solliden

Das Restaurant Solliden liegt am Sollidenbacken und bietet kulinarische Genüsse mit Anspruch. Direkt am Stockholmer Open-Air Museum bietet das Restaurant einen fantastischen Panoramablick in die Stadt hinein. Vor allem das klassische „Swedish smörgåsbord“ gilt als eine der Spezialitäten des Hauses.